25 Juli 2011

polykarp



ein openairfestival diesen sommer. die band kasabian hat gerade nach neunzig minuten konzert den letzten song zum besten gegeben. mitreissender sound, schöne stimmung, zwei freundinnen und ich im musiktaumel. 


dann wird uns polykarp aus dem wallis vorgestellt. es folgt smalltalk. 


ich: "die band hat wahnsinnig gerockt, nicht wahr?"
polykarp: 
"bin ganz deiner meinung, ja. ich frage mich nur woher die kommen. bestimmt aus dem osten, nicht?"
ich: (leicht verdutzt, freundlich-bestimmt) 
"äh...wie kommst du denn darauf? die kommen aus england. das hört man doch:"




polykarp: "ah so. ich dachte kasabian tönt wie kaukasus irgendwie. russisch oder so..."


der dialog bleibt verkrampft, es folgen verständigungsprobleme. 
ob er denn nicht zuhöre? fragen meine kollegin und ich.
wir seien ihm zu schnell. und komisch sprechen täten wir auch, ob wir aus der ostschweiz kämen? ich geb's auf und wende mich irgendwann diskret ab.


eigentlich ist dieser mann nicht der rede wert - nein wirklich nicht. langweilig, verklemmt ist er, ignorant und zudem stolzer mitarbeiter einer schweizer firma, die waffen munition herstellt. das macht ihn auch nicht sympathischer.


fasziniert hat mich aber sein name. der buben-name soll tatsächlich aus der schweiz stammen - gegend walliser bergen. man lernt nie aus.


meine nachträgliche recherche hat ergeben, dass polykarp ursprünglich aus dem altgriechischen kommt und "fruchtbar" bedeutet. genauer: "der frucht bringende". 


komisch, mir kommen da nur fische in den sinn, ganz glitschige, grusige.

12 Mai 2011

feuerritual für pachamama

im april erhielt ich eine email von meiner ärztin. sie arbeitet ganzheitlich und macht ab und an schamanische rituale. 


"feuerritual, um unsere verbindung zur erde zu erneuern und zu stärken, indem wir ihr einfach "danke" sagen", heisst es. ein geschenk (blumen, schnaps, tabak, reis etc.) für die erde solle man mitbringen, dazu eine farbig kerze. 


ich liebe zeremonien... viel zu wenige haben wir in unserer gesellschaft. visualisieren, fokusieren - ich melde mich an.


heute war es soweit: liebevoll und intuitiv bereite ich meine gaben vor. ich mische roten und schwarzen reis, ein schönes stoffsäckli, ein schleifli drum. tiptop. dazu ein büschel vom meinem indonesischen edelweiss-sträusschen. die einzigartigen trockenblumen stammen von einem berg in lombok. eine rote kerze finde ich in meinem schrank. passend, finde ich. 


zusätzlich nehme ich drei blumenkerzen, die ich aus bali habe: pink, weiss und orange. jeder dieser drei wachsblumen gebe ich eine für mich ganz persönliche bedeutung. besser könnte er kaum sein, der zeitpunkt für ein ritual im wald. viel kummer, verlust und trauer in mir die tage, aber auch dankbarkeit.


unvoreingenommen und offen trabe ich also zur praxis. dort sitzen etwa 12 frauen jeden alters gemütlich im kreis auf dem boden: jede ihr mitbringsel und die kerze vor sich. ich entscheide mich für die rote kerze und lasse die andern kerzli in meiner tasche. uns wird kurz erklärt was uns später im wald erwartet. dann kann es losgehen: alle schliessen wir die augen und jede überlegt sich wofür sie heute danken will - dies pustet sie dann ins geschenk. rhythmische trommelschläge, gedanken, blasen. 


die schamanin schaut sich unsere kerzen an und sagt etwas zu den farben. alle, die sich eine rote kerze ausgesucht haben brauchen viel energie und kraft. lustig ist ja, dass mein reis auch rot ist wie auch mein armbändeli aus mexico, welches ich intuitiv mitgenommen habe. sehr gut: energie, dass kann man immer brauchen!


wir laufen alle richtung wald. es ist ein langer marsch und es regnet in strömen. ich bin die einzige der gruppe, die weder schirm noch regenjacke dabei hat. irgendwie ist es mir heute egal. pitschnass laufe und laufe ich - es passt. er tut gut der regen. als spüle er all die sorgen runter. ich finde auch, dass die erde nach all diesen wundervollen sonnentagen etwas wasser gebrauchen kann.



auf der lichtung brennen bereits vier feuer in einem kreis. in der mitte sind edle steine verteilt. schön sieht das aus. wir werden aufgefordert uns in einem kreis um die feuer aufzustellen. dann rufen wir die himmelsrichtungen, den himmel und die erde. viele der frauen scheinen nicht zum ersten hier zu sein. eine nach der andern macht ihr ritual. endlich ich bin an der reihe und leere reis und edelweiss in eines der feuer, danach trete ich in die mitte und strecke meine arme dem himmel entgegen. ich lasse die energie durch mich fliessen, durch alle chakren, durch die fusswurzeln in die erde. dann trete ich aus dem kreis, zünde meine kerze an und warte bis alle teilnehmerinnen fertig sind mit der zeremonie. 


es ist eine ausserordentlich friedliche ruhige stimmung. ich mag die natur und es ist schön, danke sagen zu können und auch etwas zurückzubekommen: kraft. beflügelt gehe ich nach hause. jeden tag ein bisschen kerze brennen lassen, dass spende die nötige energie. ich halte mich daran. 

09 Mai 2011

r.i.p.

porque?

lo siento mucho. soy triste.

para siempre
mi protector

ahora esta conmigo tu oso polar.
gracias por todo.

con amor eternal
hasta luego



28 Juli 2008

notte di luuuuuuuunnnaaaaaaaaa



trist genug. oft. alles hier - auf dieser welt. drum ab und zu ein gläsli...notte di luuuuunna. war ein schöner abend am see. bin so glücklich um meine echten freundinnen und freunde.

geht mir gut. dankbar. was für ein gefühl. könnte es doch immer sein... einfach normal halt, würden andere sagen. von glück reden können diejenigen, die diese enormen tiefen nicht kennen. oder nicht?

natürlich hab ich auch jetzt ab und an einen melancholischen tag. nachdenklich bin ich. reflektiere das leben. und doch: kein vergleich wie beispielsweise vor einem jahr. danke, danke, einfach immer nur danke. an mich. in mir. meine seele. bin am aufräumen. weg mit falschen freunden. und es kommen neue.

auch ich mache fehler. wie alle. doch niemals böswillig. ist das nicht das wichtigste?

ich glaube an karma. alles kommt - in irgendeiner form - zurück. reines herz. so. bettruhe. zuversichtlich. glücklich. zufrieden. ja, das bin ich grad.


15 Mai 2008

planet miganja



gracias por todo, mi amor. soy muy feliz contigo, mi protector.
estas el rei de mi corazon. y el tiempo contigo no se puede
describir. tu reina

11 November 2007

octosenso


gaumenüberraschungen mit unerwarteten geschmackskombinationen.
ich durfte spezielle genussinszenierungen erleben.
interessanter, witziger abend.
tat gut. nicht nur dem magen...

10 November 2007

shizosudokaiku

*...schön...*

oft andre sprache; doch wir können voneinander lernen.
braucht vertrauen & zueinander stehen
genug platz einräumen in unsrer leben - füreinander,
ohne aber sich in seiner eignen welt eingeschränkt zu fühlen,
einfach so, dass es für beide stimmt.
keine angst haben. no risk, no fun.



05 November 2007

goodmood


...und züngelnde flammen lösen sich in hitze auf....
und wem ist nicht gern warm ums herz?

unwiderstehlich faszination
danke!... immer wieder...danke!

03 November 2007

f e u e r



welt entflammt.
ausser kontrolle.

es lodert.

was bleibt:
brandspuren, narben, asche.

erstickt
im keim.

schrei im güldenen wald
schmerz

schall & rauch

könnte meine phantasiewelt doch
realität sein
zauber

23 Oktober 2007

*maura*


willkommen nacht! willkommen stern!
mich dürstet nach schlaf,
ich kann nimmer wachen, ich kann nimmer denken,
nimmer weinen & lachen,
nur schlafen möchte ich gern,
schlafen hundert, tausend jahr,
und über mir gehen die sterne hin,
meine mutter weiss, wie ich müde bin,
beugt sich lächelnd herab, hat sterne im haar.
*
mutter, lass nimmer tagen,
lass keinen tag mehr zu mir herein!
so böse, so feind ist sein weiser schein,
ich kann es nicht sagen.
so viel lange heisse strassen bin ich gegangen,
mein herz ist ganz verbrannt –
öffne mir, nacht für mich in todes land,
ich habe kein anderes verlangen,
ich kann keinen schritt mehr gehen,
mutter tod, gib mir die hand,
lass mich in deine unendlichen augen sehen!
(hermann hesse)

traurig, verzweifelt, stumm,
es tut so weh
wünsche dir von ganzem herzen,
dass es dir gut geht, da wo du bist
in gedanken bei dir
und zünde eine kerze für dich an
...sprachlos...

20 Oktober 2007

bitter sweet life

*ach ach ach*
*...emotional...lethargisch...*
*highly strung...really....werwiewaswo...*
*brauche ihn eben doch, den spiegel*
in form von gegenüber menschlichen wesens
um mich zu spüren, zu sehen, zu kennen, zu lernen

*wohlige geborgenheit suchend - bedürftig und doch eigenwillig*
...nicht einfach...
aber spannend
*

nächtliches kreieren
mit papier
worten
und anderen süssen ingedrienzien

das leben ist (k)ein honigbrot

16 September 2007

krise

fallen...zur last...nicht! trost. verstanden werden. akzeptiert, so wie ich bin. nackt. ohne maske. nähe & geborgenheit. unterstützung bedingungslos. ohne zwang, ohne muss. kunst der kleinen schritte. freundschaften mit schönen menschen. bin so dankbar dafür!***! neue lebenseinstellung. neue ziele. weg von trugschluss. wirklich wertvolle dinge im leben sehen. dafür bin ich froh in diesen tagen. what a world.

13 September 2007

ahoí - wellenRITTER




*wie schön*auf-getaucht in mein leben*einfach so*
*plötzlich warst du da*ganz unerwartet und sehr präsent*
*rot - blau*
*unendlich dankbar für alles*
*berührst meine seele*



29 August 2007

ritual


* blind * taub * stuRm * liebe*
L o S L A s S e N